Wer aus dem Radfahren einen Beruf machen will, muss zunächst einmal früh anfangen. Zwar kann man erst gegen Ende der Pubertät wirkliche Leistung bringen, die Grundlagen sollten aber vorher gelegt werden. Dazu gehört auch, welche Form des Radrennsports man bevorzugt: Straßenrennen, Mountainbike oder Bahnrennen.

Am besten ist es, einem Radsportclub beizutreten, der auch im Amateursport tätig ist und ein eigenes Team hat. In Deutschland hat man das Problem, dass wetterbedingt die Trainingsmöglichkeiten vor allem im Winter eingeschränkt sind. Das kann nur durch Heimtrainer oder Vorrichtungen kompensiert werden, bei denen das Rad in ein Laufrad eingespannt wird. Nachwuchsfahrer werden zunächst einmal die notwendige Muskelmasse aufbauen müssen. Wichtig ist aber auch, dass die Ausdauer trainiert wird. Straßenrennen dauern einige Stunden, und der Fahrer muss lernen, wie man die Energie auf diese Zeit verteilt.

Teamarbeit ist wichtig

In einem Radsportverein lernt man auch, wie man sich im Team verhält. Denn kein Radrennfahrer kann eine Etappe alleine gewinnen. Er braucht Wissen über die richtigen Strategien, welche Fahrer in welchen Situationen helfen können und wie man sich auf ein Rennen vorbereitet.

Ein weiteres Feld ist die Gesundheit. Radrennen beanspruchen den Körper erheblich, und schon im Training kann es Probleme geben. Selbst in kleineren Vereinen hat man heute deshalb auch einen medizinischen Beistand. Moderne Geräte messen das Watt-pro-Kilo-Verhältnis und zeigen, in welchen Bereichen noch Optimierungspotenzial vorhanden ist. Regelmäßig muss aber auch das Herz untersucht werden – hier gibt es vor allem bei jungen Fahrern ein Risiko, wenn sie sich zu sehr beanspruchen.

Mentale Stärke ist gefragt

Liegen die körperlichen Voraussetzungen vor und hat man gelernt, im Team zu fahren, braucht der Sportler noch die persönliche Entwicklung. Erfolgreiche Fahrer müsse diszipliniert sein. Das fängt bei der Ernährung an, geht über die Trainingsintervalle bis hin zum Verhalten beim Rennen. Wer in der Lage ist, ein Rennen zu analysieren und seine Strategie entsprechend anzupassen, wird einen großen Vorteil haben. Gleichzeitig muss man aber auch in der Lage sein, sich dem Team unterordnen zu können.