Wer bei einem Straßenrennen mitmacht, wird meistens in ein Team eingebunden sein. Es gibt aber auch Rennen für Amateure, bei denen man auf sich alleine gestellt ist. In beiden Fällen braucht man eine gute Strategie.

Im Team fahren

Vor einem Rennen wird im Team die Strategie gemeinsam besprochen. Hier wird festgelegt, wer welche Aufgabe hat und wie man in bestimmten Situationen reagieren soll. Die Taktik ist abhängig von der Strecke: Gibt es Berge, wird man vor allem die Kletterer unterstützen müssen. Hat man lange, flache Passagen und einen langen Sprint am Ende, wird man die Ressourcen gut verteilen und sich in Position bringen müssen. Besprochen werden auch Verpflegung und Ruhephasen sowie eine Zeichensprache, mit der man vom Teamwagen aus Anweisungen geben kann.

Als Fahrer wird man besonders diszipliniert sein müssen. Nur wenn es im Team so abgesprochen ist, kann man versuchen aus dem Feld auszubrechen und in die Spitzengruppe zu kommen.

Der Solokämpfer

Wer alleine bei einem Rennen unterwegs ist, muss sich vor allem darüber Gedanken machen, wie er oder sie gegen die Teams angehen will. So wird man niemanden haben, der einem freiwillig den Windschatten gibt. Man ist aber auch nicht auf die taktischen Spiele der Teams angewiesen. Als Solofahrer ist es einfacher, schnell zu reagieren und auch eine Strategie zu ändern. Am wichtigsten ist eine realistische Einschätzung der Gewinnchancen. Es macht wenig Sinn, einen Sieg als Ziel zu formulieren, wenn man die notwendigen Voraussetzungen nicht mitbringt. Wer mit einem Platz unter den ersten fünf oder zehn zufrieden ist, kann entsprechend die Kräfte einteilen.

Viele Einzelfahrer nehmen gerne die Gelegenheit war, sich in der Mitte des Rennens kurz an die Spitze zu setzen. Das bringt ihnen Aufmerksamkeit bei anderen Teams und in den Medien. Ziel ist, sich damit bei anderen Teams interessant zu machen und vielleicht ein Angebot von diesen zu bekommen.