Die Vorbereitung auf ein großes Rennen fängst schon Monate vor dem Start an. Die großen Teams werden im Winter sowohl in den Fitnessstudios trainieren als auch in Gefilde reisen, in denen es wärmer ist. Mallorca ist zum Beispiel ein Ort, der auch im Februar gutes Wetter hat, aber auch ein paar Anstiege bereithält.

Wie bei den meisten Sportarten, in denen man auf ein besonderes Ereignis hinarbeitet, nimmt die Intensität mit der Zeit zu. Zunächst einmal wird die Ausdauer trainiert, der Körper lernt, Energiereserven aufzubauen, die Muskeln werden aufgebaut und gestärkt. An den trainingsfreien Tagen werden viele Tests gemacht. Ohne Medizin geht heute nichts mehr. Wer an der Spitze mitfahren will, muss optimale Blutwerte haben. Man misst aber auch, wie gut die Muskeln Säure abbauen und wie viel Kraft man aus den Muskeln holen kann. Je mehr Daten vorliegen, umso besser kann man den Athleten optimal einstellen. Das bezieht sich auch auf de Ernährung.

Nicht zu schnell Leistung bringen

Während der Trainingseinheiten wird immer die Herzfrequenz gemessen. Das sollten übrigens auch Hobbyfahrer machen, die sich auf ein Jedermannrennen vorbereiten. Eine goldene Regel ist, dass man im Training bis höchstens achtzig Prozent an seine Leistungsfähigkeit geht. Nur wenn es darum geht, Leistungsspitzen zu messen, darf man voll in die Pedale treten, das aber auch nur für kurze Zeit. Anfänger sollten auch mit kürzeren Rennen anfangen. Weil man in der Freizeit mal sechzig Kilometer am Wochenende fährt, bedeutet das keineswegs, dass man das auch in einem Rennen schafft.

Zur Rennvorbereitung bei den Profis gehört auch das mentale Training. Auch beim Radrennen gibt es taktische Spiele der Kontrahenten. Psychologische Tricks wie scheinbares Ausreißen, im Windschatten oder nebeneinander Fahren dienen dazu, den Fahrer abzulenken. Man lernt aber auch, mit Missgeschicken umzugehen und wie man trotz eines leichten Sturzes wieder aufs Rad und noch ins Ziel kommt.